Veranstaltungen

Unsere Mailingliste für Veranstaltungen:

In den Weiten der Lausitz ist unheimlich schwierig ist, von Veranstaltungen außerhalb der eigenen Blase zu erfahren. Es gibt keine Zeitung, keinen Blog oder ähnliches. Das ist vielleicht auch kein Wunder, denn sowas macht richtig Arbeit. Die Arbeit „auf Viele verteilen“ könnte vielleicht eine Mailingliste. Das wollen wir mit Euch ausprobieren.

Deshalb starten wir die Mailingliste Lausitzer Einladungen. Diese Liste funktioniert im Prinzip wie eine Chatgruppe: Alle, die sich in die Mailingliste eintragen, können per E-Mail miteinander kommunizieren, in dem sie an die E-Mail der Liste schreiben. Dann lesen ALLE, die auf der Liste sind, die E-Mail.

Hier könnt Ihr Euch in die Liste eintragen und auch jederzeit wieder austragen:

https://lists.fueralle.org/mailman/listinfo/lausitzer-einladungen

Wir sind gespannt, ob das so klappt, wie wir uns das vorstellen oder ob etwas anderes gefunden werden muss. Ihr könnt uns dazu auch gern ein Feedback senden.

5.-10.9.2021
Mitgebracht. Radreiseseminar
Auf der Suche nach dem gemeinsamen guten Leben. Unterwegs zu den Neulandgewinnern in der Oberlausitz

(c) StockSnap / cc0-gemeinfrei / Quelle: pixabay.com

Utopien sind der Motor für Entwicklung. Je bedrohlicher globale und politische Entwicklungen eingeschätzt werden, desto größer scheint das Interesse an alternativen Gesellschaftsmodellen. Dazu gehören Konzepte wie Gemeinwohlökonomie und die Frage nach dem guten Leben. Gehen diese Ideen an der Realität vorbei? Wie funktioniert das mit dem guten Leben und wie viele sollen daran teilhaben? Wie definieren wir Gerechtigkeit und hört diese an nationalen Grenzen auf? Diese Fragen wollen wir am Beispiel der Oberlausitz diskutieren.
Diese erlebt bereits seit 1989 einen Strukturwandel. Von einer ausblutenden Region ist die Rede. Dennoch sind besonders hier unzählige Menschen aktiv und versuchen sich aufzumachen, um eigene Ziele im Einklang mit der Umgebung zu entwickeln. Mit der Frage danach, wie es weitergehen soll, was die Region ausmacht und wofür sie in Zukunft steht, beschäftigen sich Entwicklungsgesellschaften, „Raumpioniere“ und Menschen, die die Finger in die Wunden legen. Alle beschäftigt die Frage: Wer sind wir und wo wollen wir hin?
Auf dieser politischen Radreise wollen wir Akteur*innen aus der Region und Menschen von außerhalb zusammenbringen. Denn, die Fragen, die sich die Lausitz stellt, sind übertragbar auf andere Regionen, auf andere ländliche Räume und auf die Frage, die wir uns alle stellen: Wie können wir Gesellschaft gemeinsam gut für alle gestalten?
Der Nachmittag der Utopien am 09.09. ist öffentlich und auch für Gäste, die nicht an der Radtour teilnehmen können.

Hier gibt es das ausführliche Programm zum Download

Ansprechpartnerin: Susanne Gärtner, politische Bildnerin und Jiri Olisar, Sprach- und Kulturmittler.

Unterkunft: Kulturfabrik Mittelherwigsdorf. Die Unterkunft erfolgt in Mehrbettzimmern. Bei der Anmeldung bitte besondere Verpflegungswünsche angeben.

Transport: Generell sollte funktional gepackt werden. Die Tagesetappen betragen maximal 50 Kilometer durch hügelige, aber nicht bergige Landschaft. Die Strecke ist für Menschen mit einem mehr als 3-Gang-Fahrrad in der Regel körperlich sehr gut zu schaffen. Badesachen nicht vergessen!

Anreise: Die Anreise erfolgt auf eigene Kosten und individuell. Wer gemeinsam mit der Gruppe ab Dresden anreisen möchte, gibt bitte Bescheid. So können günstige Gruppentickets besorgt werden.

Kosten: inkl. Ü/HP
Der Teilnahmebeitrag trägt zu 2/3 zur Gesamtfinanzierung des Seminars bei.

Die Raumpionierstation Oberlausitz ist Kooperationspartner des riesa efau, Dresden und der Kulturfabrik MEDA Mittelherwigsdorf

Kosten:

350 Euro / ermäßigt 220 Euro

Do, 9.9.2021 Ein Nachmittag der Utopien – das Gute Leben in der Oberlausitz. >>>>Themenschwerpunkt: Dörfer der Zukunft<<<<

Vernetzungsfest im Garten der Kulturfabrik MEDA, 09. September 2021, ab 15.00 Uhr – 20.00 Uhr, danach Musik und Imbiss

kostenlos

„Reichtum besteht nicht in der Ansammlung von Geld, sondern in der Qualität zwischenmenschlicher Beziehungen“ (Margrit Kennedy)

Utopie – das ist Verlockung, Verführung, Veränderung… Der Strukturwandel in der Lausitz, die Pandemie, gesellschaftliche Polarisierungen – mehr denn je wissen wir, wie herausfordernd Transformationen sein können. Umso mehr braucht es Utopien, die im Jetzt beginnen. Doch wonach soll sich meine Utopie ausrichten? Wie können gemeinsame Utopien entstehen, in denen sich alle wohlfühlen? Wie schaffen wir Nähe statt Distanz, Orte des Zuhörens statt der Abwendung?
An diesem Nachmittag wollen wir zusammenkommen, essen, reden, lachen. Wir denken gemeinsam mit Gästen aus der Region und Menschen aus anderen ländlichen Räumen in Deutschland, Polen und Tschechien Zukunft und Veränderung. Konkret für die Oberlausitz: Wie sehen Dörfer der Zukunft aus? Wie gestaltet sich Verantwortung, Beteiligung und Selbstwirksamkeit auf lokaler Ebene? Und wir wollen an diesem Nachmittag Utopie leben und fragen: Welche Resonanz finden diese inspirierenden Beispiele in mir? Eingeladen sind alle Träumer, Gestalterinnen, Zweifelnden und Macher*innen.

>>> Um Anmeldung wird gebeten – Adresse folgt!
>>> Kinderbetreuung: ja klar! Bitte bei der Anmeldung Alter und Anzahl der Kinder angeben
>>>Beginn 15.00, Ausklang mit Musik und Snacks ab 20.00.

>>>PROGRAMM<<<

Resonanzräume schaffen – Einführung in das Dialogformat
Begrüßung der Organisator*innen
(Jan, Arielle, Susanne, Thomas, Veronika, Jiri)

Tische der Verlockung, Verführung, Veränderung (im Open Space Format, je sechs Tische in einer Phase)

1.Tisch: Dörfer der Zukunft, Zukunft der Dörfer
Thomas Zschornak, Bürgermeister Gemeinde Nebelschütz

2.Tisch: Zuhören und gemeinsam Handeln – Dialog Oberlausitz
Veronika Kirchmeyer, Kulturfabrik MEDA

3.Tisch: Küss Dein Dorf wach – Dorfmoderatoren
Carmen Heymann, Hochschule Neubrandenburg

4.Tisch: Land, Leben, Kunst – Beispiel Quetzölsdorf
NN, LandLebenKunstWerk (angefragt)

5.Tisch: Eine Akademie der Dorfhelden
Darius Müller, Leiter Schloss Trebnitz

6.Tisch: Ein Netzwerk der lebendigen Dörfer – die Dorfbewegung
Grit Körmer, Dorfbewegung Brandenburg e.V., (angefragt)

7.Tisch: Leben einhauchen durch Kunst, Design und Tourismus – Wolimierz (PL) im Isergebirge,
Jemiolka, Stacja Wolimierz und NN

8.Tisch: Neue Schulen braucht das Land – die freie pl/cz Schule in Jindřichovice (CZ) im Isergebirge,
Zbynek und Mia Vlk, Žijící Skanzen

9.Tisch: Ausschluss und Vernichtung können keine Utopie sein – so nicht: Rechte Siedlerbewegung in der Lausitz,
Dorothea Schneider, Augen Auf e.V.

10.Tisch: Wohnen und nach außen strahlen – gemeinwohlorientierte Räume in der Oberlausitz,
Mareen Jokusch, KuxBau Hainewalde, Juliane Wünsche, Auguste 77 und Martha Adolphi / Paul Kiesbye, Lina Koch, Neugersdorf

11.Tisch: Herz statt … und trotz allem – lebendige Gemeinschaften,
Jenny Böttcher, Herzstadt Zittau

12.Tisch: Träume brauchen Räume – Raumpionierberatung in der Lausitz und anderswo, Arielle Kohlschmidt und Jan Hufenbach

Offener Tisch: Was es noch alles zu besprechen gibt… Dorfkneipe des 21. Jahrhunderts, Die alte Lotte,… Eure Ideen!

Frühzeitige Anmeldung erleichtert uns die Planung. Ohnehin gilt für das Programm wie im ganzen Leben: Änderungen vorbehalten!

>>In Kooperation mit dem riesa efau Dresden und der Kulturfabrik MEDA Mittelherwigsdorf und zahlreichen weiteren Kooperationspartnern!

Mehr Infos findet Ihr hier: https://riesa-efau.de/gesellschaft-gestalten/gesellschaft-kunst-politik/kurs/2021/09/05/mitgebracht-politische-radreise-3760/

Samstag, 18.9.2021 in der Orangerie und im Grünen Salon in Bad Muskau
3. Landebahn für Landlustige

Nach einem Jahr Pandemie-Pause freuen wir uns außerordentlich, Euch und Sie herzlich zur 3. Landebahn für Landlustige im Muskauer Park einzuladen – in das Reich eines Raumpioniers & Abenteurers ein, der unsere ganze Region geprägt hat: Fürst Pückler. Seine Orangerie und seine Schlossgärtnerei öffnen am Samstag, den 18. September ab 13 Uhr für uns ihre Pforten.

Auf der Landebahn treffen sich Menschen, die bereits in der Lausitz leben mit Menschen, die noch dazu kommen wollen. Der Eintritt ist frei.

Da Bad Muskau direkt an der brandenburgischen Grenze liegt, haben wir Philipp Hentschel und das Netzwerk Zukunftsorte Berlin Brandenburg eingeladen, einen Input zu geben und einen Workshop zum Thema „Wie gründe ich einen Zukunftsort“.

Wie immer stellen sich einige Oberlausitzer Raumpionier:innen vor und erzählen von ihrem Weg und Ihr könnt dem versammelten Wissen rund ums Ankommen & Dasein Fragen stellen.

Im zweiten Teil laden wir Euch zu Kleingruppen ein:

Wir freuen uns sehr, dass uns die Spoken Word Künstler Jessy James La Fleur und Udo Tiffert mit Poesie bereichern.

Eine Ausstellung der Raumpionierin und Fotografin Tine Jurtz zeigt Fotos von inspirierenden Lausitzer Frauen.

Liebe geht definitiv durch den Magen. Dafür sorgt unser regionales Bio-&-Fair-Catering von Anja Nixdorf-Munkwitz mit ihrem „Ein Korb voll Glück“.

Gegen 19/20 Uhr lassen wir den Tag ausklingen.

Unser Angebot für Kinder fällt dieses Jahr leider, leider den Hygieneanforderungen zum Opfer. Es ließ sich einfach kein Raum mehr finden im Falle von in diesem Jahr nicht so unwahrscheinlichem Regen. Der Park bietet aber genug Weite zum Tollen und Toben.

Anreisen könnt Ihr auch per Zug über den Bahnhof Weißwasser. Für die Stunden, in denen der Bus nach Bad Muskau nicht fährt, richten wir einen Shuttle mit unserem Raumpioniermobil ein.

Wir können dieses Jahr nur mit rund 100 Teilnehmer:innen planen.

Bitte meldet Euch aufgrund der notwendigen Nachverfolgung mit Namen, Adresse und Telefonnummer an:

willkommen@raumpioniere-oberlausitz.de

Nach der Anmeldung erhaltet Ihr noch einmal mehr Infos, u. a. zur Anfahrt und zum Programm.

Wir freuen uns sehr auf Euch!

Arielle & Jan

P.S. Corona

Unsere Netzwerkveranstaltung wird durch die Europäische Union (EPLR/LEADER) gefördert und das Neulandgewinnerprogramm der Robert-Bosch-Stiftung.

      

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Samstag, 27.11.2021 Gesprächskonzert zum Mitmachen in Weißwasser

Gesprächskonzert

Was macht das Dorf gesellig? Musik, singen und tanzen!

Können wir das überhaupt noch? Singen und tanzen? Wenn uns die Sterne und Corona wohlgesonnen sind, werden wir das am 27. November 2021 ausprobieren: Bei einer Veranstaltung auf dem Gelände der Hafenstube in Weißwasser.

Wir starten 15 Uhr mit einem Gesprächskonzert mit dem wunderbaren Dr. Ralf Gehler (Musikwissenschaftler und Sackpfeifer, Zentrum für traditionelle Musik), werden dann 17 Uhr aufgeladen mit diesem Wissen gemeinsam Lieder singen und 19 Uhr einem Konzert mit Malbrook lauschen und wenn wir noch mehr Glück haben dazu traditionelle Gassentänze und Quadrillen innerhalb von rekordverdächtigen 5 min einstudieren. Aus Corona Einschränkungen gewohnter Perspektiven klingt das nach geradezu überirdischem Rausch 😉

Wir freuen uns auf Euch alle! Klein, groß, jung, alt, von hier, von da, vom Dorf oder aus der Stadt! 

Dank unserer Förderer, der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und dem Sächsischen Mitmachfonds, ist der Eintritt für Euch frei!

Ganz wichtig: Wir brauchen unbedingt Eure persönliche Anmeldung unter: willkommen@raumpioniere-oberlausitz.de

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15 Uhr Gesprächskonzert
Von Sackpfeifern, Bierfiedlern und anderen Musikanten – Eine musikalische Reise in die Volksmusikgeschiche vom Mittelalter bis in die Neuzeit
mit  Ralf Gehler
Der Volkskundler Dr. Ralf Gehler aus Schwerin entführt Euch musikalisch in die Welt der Volksmusikanten und ländlichen Festlichkeiten der Vergangenheit.
Erzählungen, Sagen, archäologische Funde und archivarische Quellentexte der Zeit zwischen 1400 und 1900 geben interessante Einblicke in die Musikgeschichte Nord- und Mitteldeutschlands. Da ist von Stadtmusikanten die Rede, die auf dem Dorfe verprügelt werden, von Dudelsackspielern, die mit Wölfen um die Wette heulen und Harmonikaspielern, die die Tanzmusik des Dorfes spielen.
Wer waren diese Musikanten, die traditionelle Musik spielten? Welche Instrumente benutzten sie?
Im Gesprächskonzert erklingen historische Volksmusikinstrumente, die heute weitestgehend in Vergessenheit geraten sind – verschiedene Dudelsäcke, Maultrommeln, Flöten, die Waldzither und die Ziehharmonika.
Einige historische Lieder werden mit der Kraft des Gesanges des Publikums zum Leben erweckt.
Dr. Ralf Gehler ist Volkskundler und Historiker. Er forscht u. a. zur historischen Volksmusik, leitet das Zentrum für Traditionelle Musik am Museum für Volkskunde in Schwerin-Mueß und musiziert in verschiedenen Bandprojekten, u. a. „Malbrook“.
17 Uhr Liedersingen mit Ralf Gehler
19 Uhr Konzert mit Malbrook
Malbrook sind:
Vivien Zeller – Violine, Gesang
Ernst Poets – Conzertina
Wolfgang Meyering – Mandola, Mandoline, Gesang
Ralf Gehler – diatonische Handharmonika, Dudelsäcke, Banjo, Maultrommel, Gesang

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Der Ideenwettbewerb Sächsische Mitmach-Fonds wurde von der Sächsischen Staatsregierung initiiert. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts.

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Mehr über bereits vergangene Veranstaltungen erfahrt Ihr hier.