Franziska Stölzel

Zehn Länder und neunzehn Monate haben nichts daran verändert, dass ich mich immer wieder nach meiner Lausitz gesehnt habe.

Früher, während der Schule, hätte ich es nie für möglich gehalten, dass mein Herz so sehr an diesem Stück Erde hängt. Erst als ich 2016 für ein halbes Jahr nach Niederbayern ging, um mein Praxissemester zu absolvieren, habe ich verstanden, dass mein zu Hause dort ist, wo ich den Weg durch den Wald kenne, die besten Orte, um im Sommer in einen Tümpel zu hüpfen oder wann Hagen mit seinem Hähnchenwagen in Kreba steht und es die besten Pommes der Welt gibt.

Ich habe Management sozialen Wandels an der Hochschule Zittau/Görlitz studiert. Ich wollte immer nach dem Studium in die Welt hinaus, in Brasilien Acai essen und über den Amazonas mit dem Boot fahren und auf Macchu Picchu wandern. Schon damals war mir klar – es geht danach zurück in die Lausitz. Hier ist alles möglich! Ich habe so viele Ideen, ich kenne Menschen, die mich unterstützen, weil sie bereits Vertrauen in mich haben und in einer Großstadt, habe ich nur das Gefühl, eine von Vielen zu sein.

Jetzt arbeite ich von Weißwasser aus für die Universität Graz im Projekt REBOOST. Wir unterstützen Akteur:innen auf dem Weg von der hohen Abhängigkeit der Braunkohle zu einer nachhaltigen, Karbon-armen Zukunft in verschiedenen Ländern Europas.

Wir setzen uns gezielt für die jeweiligen Regionen ein, um in Zusammenarbeit die Klimakrise zu bewältigen. Ich arbeite mit Menschen, für eine Zukunft, in der wir alle leben wollen und können.

Ich habe es geschafft meine Träume zu Hause zu verwirklichen, ohne jemals wirklich weg gewesen zu sein.

Ort
Weißwasser